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Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Diese Versicherungen machen SinnAufgrund der hohen herrschenden Arbeitslosigkeit entschlossen sich in den letzten Jahren viele Bundesbürger dazu, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und als Kleinunternehmer durchzustarten. Jedes Jahr kommen mehrere 100.000 Menschen dazu – 2018 beispielsweise über 179.000.

Hierbei wird oft vergessen, dass eine Absicherung in vielerlei Hinsicht unverzichtbar ist. Außerdem ist die Wahl der richtigen Versicherung essentiell.

Renten- und Krankenversicherung für Kleinunternehmer

Auch als Kleinunternehmer sollte man der gesetzlichen Rentenversicherung bestenfalls treu bleiben. Gerade die Menschen, die im Alter eine kleine oder sogar gar keine Rente aus den gesetzlichen Versicherungen erhalten, sollten sich dringend zusätzlich auf privatem Wege eine weitere Einnahmequelle verschaffen. Hier lohnt sich oft eine private Rentenversicherung oder die Rürup- bzw. Basisrente.

Auch eine private Krankenversicherung kann sich für den Kleinunternehmer lohnen. Denn Krankenversicherungen bieten oft relativ günstige Beiträge an. Es bleibt jedem Kleinunternehmer selbst überlassen, ob er sich für eine solche Krankenversicherung entscheidet. Denn die persönliche Situation entscheidet über die Wahl der Versicherung. Trotzdem sollten Unternehmer die Wichtigkeit einer soliden Absicherung für den Krankheitsfall niemals unterschätzen!

Die ideale Art der Versicherung ist primär von der Lebenslage abhängig, in der Sie sich befinden. Während die Privatversicherung viele Vorteile hat, kann sie teilweise auch zu enorm hohen Kosten führen. Gerade wenn auch Ehepartner und Kinder mitversichert werden sollen, muss eine separate Versicherung abgeschlossen werden. Das ist bei der gesetzlichen Krankenversicherung nicht der Fall, da hier die Möglichkeit der kostenlosen Familienversicherung für Sie besteht. Somit fallen bei der Mitversicherung von Familienmitgliedern über die gesetzliche Krankenversicherung keine zusätzlichen Kosten für Sie an.

Wer sich als Kleinunternehmer für die gesetzliche Krankenversicherung entscheidet, zahlt in den ersten Jahren – sollte der Gewinne eines Jahres 15.200 Euro nicht übersteigen – einen ermäßigten Beitragssatz in Höhe von circa 200 Euro monatlich.

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung übernimmt solche Schäden, welche selbst verursacht wurden. Dies macht vor allem für die Selbstständigen Sinn, die Angestellte beschäftigt haben. Denn auch für deren Fehler wird durch die Haftpflichtversicherung gezahlt. Doch auch ohne Angestellte können sich Kleinunternehmer schnell in eine Lage bringen, in der sie durch eigenes Fehlverhalten oder beispielsweise durch eine fehlerhafte Funktionsweise ihrer Produkte und Gerätschaften haften müssen. Forderungen auf Schadensersatz können schnell mehrere Zehntausend Euro betragen, weshalb eine Haftpflichtversicherung für Kleinunternehmer unverzichtbar ist beziehungsweise sehr empfehlenswert ist. Haftpflichtversicherungen gibt es schon ab 100 Euro im Jahr.

Sachversicherung

Die Sachversicherung schützt eigene Vermögensgegenstände wie beispielsweise Einrichtung, Werkzeuge oder auch Maschinen. Durch die Versicherung werden sowohl beschädigte als auch gestohlene Gegenstände in ihrem Wert ersetzt. Häufige Sachwerte, die durch eine Sachversicherung geschützt werden sind Gebäude, Fahrzeuge oder auch Haustiere. Somit zählen zu den gängigsten Sachversicherungen die Gebäudeversicherung oder auch die Kfz-Versicherung.

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung macht fast immer Sinn, da diese Sie im Falle eines eventuellen Rechtsstreits absichert und Ihre Anwalts- und Gerichtskosten übernimmt. Rechtliche Streitigkeiten entstehen beispielsweise zwischen dem Unternehmer und Kunden, Lieferanten oder Konkurrenten. Auch wenn kleine Unternehmen häufig auf eine Rechtsschutzversicherung verzichten, sollten Sie die Kosten, die im Falle eines Rechtsstreits entstehen können, keinesfalls unterschätzen. In den meisten Fällen ist die Absicherung daher definitiv sinnvoll. Wichtig ist, dass der besagte Rechtsstreit noch nicht laufen darf, wenn Sie die Versicherung abschließen. Dies muss also im Vorfeld geschehen.

Arbeitslosenversicherung als Kleinunternehmer

Als Existenzgründer bekommt der Kleinunternehmer zudem die Möglichkeit geboten, eine Arbeitslosenversicherung abzuschließen. Dies greift für den Fall, dass er mit seiner Selbstständigkeit nicht die erdachten und erwünschten Erfolge erzielt und man als Kleinunternehmer sein Gewerbe – im schlimmsten Fall – wieder aufgeben muss.

Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Versicherung, die auf Antrag erfolgt. Mit rund 20 Euro monatlichen Kosten fällt sie dabei nicht zu sehr ins Gewicht und ist somit ebenfalls durchaus empfehlenswert.

Für die Versicherung spricht vor allem, dass der Kleinunternehmer dadurch später auch Anspruch auf Arbeitslosengeld hat. Ein sofortiger Abrutsch in die Sozialhilfe kann damit verhindert werden. Primär in den ersten Monaten und Jahren nach der Gründung ist eine solche Absicherung besonders empfehlenswert, da die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns der Selbstständigkeit in dieser Anfangsphase noch relativ hoch ist.