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Rentenversicherungpflicht oder doch nicht?

In den letzten Jahren hat die schwierige berufliche Situation in Deutschland dazu beigetragen, dass viele Bundesbürger in die Selbstständigkeit gewechselt sind. Ob als Texter, Übersetzer oder auch als selbstständiger Webdesigner: Allein 2012 haben rund 300.000 Kleinunternehmer und 2018 170.000 Kleinunternehmer einen neuen beruflichen Start gewagt.

Rentenversicherung sinnvoll?

Diese Versicherungen machen SinnAuch wenn gerade am Anfang auf den noch jungen Unternehmer zahlreiche Kosten zukommen, sollte man – mit Hinblick auf die Altersvorsorge – die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung im besten Fall nie außer Acht lassen.

Mit Beginn der Selbstständigkeit steht es einem Großteil der Unternehmer frei, ob sie weiter Beiträge zahlen möchten oder nicht. Beispielsweise freiberufliche Nachhilfelehrer, Krankenpfleger oder auch Selbstständige bleiben aber in der Versicherungspflicht, solange sie keinen Angestellten beschäftigen.

„Rentenbeiträge zahlen müssen auch diejenigen, die überwiegend nur für einen Auftraggeber tätig sind, etwa wenn sie ihre Aufträge nahezu ausschließlich von ihrem früheren Arbeitgeber erhalten“, erklärt Johann Walter, Rentenberater aus München, gegenüber der Zeitung „Die Welt“.

Privat oder Gesetzlich?

Egal ob man als Kleinunternehmer der gesetzlichen Rentenversicherung treu bleiben will oder auch nicht: Die zusätzliche private Vorsorge sollte auf jeden Fall als Sicherheit abgeschlossen werden.

„Wer im Alter nur eine kleine oder gar keine Rente aus der gesetzlichen Versicherung erhält, sollte sich unbedingt auf privatem Weg eine sichere Einnahme im Alter schaffen“, erklärt Susanne Meunier, Expertin der Zeitschrift „Finanztest“, gegenüber der Zeitung und sorgt somit für Klarheit bezüglich dieser Thematik.

Als interessante Möglichkeiten nannte sie dabei eine private Rentenversicherung oder die Rürup- bzw. Basisrente. Allerdings sollte man sich auch den Nachteilen der privaten Rentenversicherung und einer Basis-Rente bewusst sein. Denn die Verträge sind in der Regel nur wenig flexibel.

Der Kunde muss sich für viele Jahre an eine Police binden. Wer schnell aussteigen möchte, der hat daher oft das Nachsehen und muss mit hohen Verlusten rechnen.

Auch wenn gerade zu Beginn der Erwerbstätigkeit das Geld meist nicht besonders locker sitzt, sollte man bestenfalls schon zu diesem Zeitpunkt an die Jahre nach der Selbstständigkeit denken und deshalb rechtzeitig vorsorgen.